Eine Wärmebrücke ist eine Stelle, an der mehr Wärme nach außen geht als in der Fläche daneben. Balkonplatten, Fensteranschlüsse, der Übergang von der Bodenplatte zur Wand, die Gebäudeecke: überall dort läuft die Wärme an der Dämmung vorbei.
Was das kostet, wenn man es pauschal ansetzt
Im Energienachweis darf man Wärmebrücken pauschal berücksichtigen. Das ist einfach und rechnet sich zu Ihren Ungunsten: Der Pauschalwert liegt bewusst auf der sicheren Seite, also höher als das, was ein sorgfältig geplantes Detail wirklich verliert. Bei einem gut gedämmten Gebäude kann dieser Aufschlag darüber entscheiden, ob eine Effizienzhaus-Stufe erreicht wird oder knapp nicht.
Bei der detaillierten Berechnung rechne ich jedes Detail einzeln. Sie bekommen dafür die tatsächlichen Werte und im Nachweis oft spürbar Luft.
Der zweite Grund: Schimmel
Wärmebrücken sind nicht nur eine Frage der Energie. An der kältesten Stelle einer Innenoberfläche schlägt sich Feuchte nieder, und dort fängt Schimmel an. Die Berechnung sagt, wie kalt diese Stelle im Winter wird, und damit, ob das Detail so gebaut werden darf oder geändert werden muss. Das ist billiger vor dem Bau als danach.
Wann Sie sie brauchen
- im Neubau, wenn eine Effizienzhaus-Stufe knapp wird
- bei einer Sanierung, wenn nur einzelne Bauteile gedämmt werden und die Anschlüsse dazwischen ungedämmt bleiben
- bei jedem Detail, das vom Regelfall abweicht · und das sind im Bestand fast alle
- wenn an einer Stelle schon einmal Schimmel war