Die Heizlast sagt, wie viel Wärme ein Raum am kältesten Tag des Jahres braucht, damit es darin warm bleibt. Sie wird raumweise gerechnet, nicht für das Haus als Ganzes: Ein Zimmer mit zwei Außenwänden und großem Fenster braucht mehr als eines im Kern des Gebäudes, und der Heizkörper darin muss entsprechend größer sein.
Wofür die Zahl gebraucht wird
- um die Wärmepumpe oder den Kessel richtig zu dimensionieren
- um zu prüfen, ob die vorhandenen Heizkörper mit einer niedrigen Vorlauftemperatur auskommen · das ist die eigentliche Frage bei jeder Wärmepumpe im Bestand
- als Grundlage für den hydraulischen Abgleich, der ohne diese Werte nicht geht
- für die Auslegung einer Fußbodenheizung
Was ich dafür brauche
Die Maße der Räume, den Aufbau der Außenbauteile und die vorhandenen Heizflächen. Bei einem Bestandsgebäude nehme ich das vor Ort auf; bei einem Neubau kommt es aus der Planung.
Wenn ohnehin gedämmt werden soll, rechne ich beides: die Heizlast heute und die nach der Dämmung. Ausgelegt wird dann auf den späteren Zustand, sonst steht nach der Sanierung eine zu große Anlage im Haus.