Die häufigste Frage ist, ob eine Wärmepumpe in ein Bestandsgebäude passt. Die zweithäufigste ist, wie groß sie sein muss. Beide lassen sich rechnen, und beide sollte man vor dem Auftrag beantworten, nicht danach.
Warum die Reihenfolge zählt
Eine zu große Anlage kostet mehr in der Anschaffung, taktet im Betrieb und verschleißt schneller. Sie entsteht fast immer auf dieselbe Weise: Die neue Anlage wird nach der Leistung der alten ausgelegt, und die alte war schon zu groß. Wird zusätzlich noch das Dach gedämmt, passt sie zweimal nicht.
Deshalb steht am Anfang die Rechnung und nicht das Angebot: Wie viel Wärme braucht dieses Haus am kältesten Tag wirklich, mit welcher Vorlauftemperatur kommen die vorhandenen Heizflächen aus, und was ändert sich daran, wenn in zwei Jahren gedämmt wird.
Was das Handwerk macht und was ich mache
Einbauen, anschließen und in Betrieb nehmen macht ein Fachbetrieb. Ich rechne vorher aus, was gebraucht wird, schreibe es so auf, dass ein Angebot dagegen prüfbar wird, und beantrage die Förderung. Für die Förderung ist der hydraulische Abgleich ohnehin Bedingung.
Was dazugehört
- Heizlastberechnung Wie viel Wärme braucht jeder einzelne Raum am kältesten Tag des Jahres? Diese Zahl entscheidet über die Größe der Anlage, über die Heizkörper und darüber, ob eine Wärmepumpe mit niedriger Vorlauftemperatur auskommt.
- Hydraulischer Abgleich Ein hydraulischer Abgleich ist eine Maßnahme, die sicherstellt, dass alle Heizkörper oder Heizflächen in einem Gebäude gleichmäßig und effizient mit Wärme versorgt werden.
- Wärmepumpencheck Der Wärmepumpencheck ist ein zentraler Schritt, um festzustellen, ob eine Wärmepumpe in einem bestehenden Gebäude effizient eingesetzt werden kann. Dabei wird das Gebäude hinsichtlich seines Energiebedarfs und seiner energetischen Qualität untersucht.